Das Alte Schulhaus in Seewen soll umfassend saniert und erweitert werden, sodass es künftig als identitätsprägendes Gemeindehaus genutzt und die vorhandene Dorfinfrastruktur gestärkt werden kann. Neben Räumlichkeiten für Vereine und Kommissionen soll neu die Gemeindeverwaltung von Seewen und ein Saal im Gebäude untergebracht werden.
Die baulichen Eingriffe am Alten Schulhaus reduzieren sich auf ein Minimum und konzentrieren sich vor allem auf energetische und denkmalpflegerische Optimierungen wie den Rückbau der störenden Dachaufbauten. Der an der nordwestlichen Fassade angebaute, nicht erhaltenswerte, WC-Trakt weicht dem neuen kompakten Anbau. Durch den Rücksprung zur bestehenden Fassade, seine weniger markante Dachform und die geringere Firsthöhe ordnet der Anbau sich dem Hauptbau unter und ermöglicht einen respektvollen Umgang mit der historischen Bausubstanz. Das leichte Abdrehen des Anbaus markiert den neuen Eingang und schafft einen grosszügigen Vorplatz sowie einen gedeckten, barrierefreien Gebäudezugang. Im Gegensatz zu der verputzten Bestandsfassade erhält der Anbau eine äussere Bekleidung aus geschuppten Holzplatten. Durch seine zeitgenössische äussere Gestalt unterscheidet sich der Erweiterungsbau klar vom Bestand.
Der Anbau ist in vorfabrizierter Holzelementbauweise mit einer hinterlüfteten Fassade geplant, die erdberührenden Bauteile massiv in Beton. Die Verwendung von ökologischen Baumaterialen und deren konstruktionsbezogen sinnvoller Einsatz stellen eine nachhaltige Bauweise sicher. Durch den Erhalt des Gebäudebestandes, den sorgfältigen Umgang mit zusätzlichen Raumflächen und die energetischen Sanierungen können wertvolle Ressourcen geschont werden.






























































































